Mitten im Herzen Berlins, auf einer Spreeinsel im Bezirk Mitte, liegt eines der bedeutendsten Museumsensembles der Welt: die Museumsinsel. Seit 1999 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und vereint fünf renommierte Museen auf engstem Raum: das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Hier kannst du eine beeindruckende Bandbreite an Kunst- und Kulturschätzen entdecken – von altägyptischen und antiken Fundstücken über Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts bis hin zu archäologischen Highlights wie dem berühmten Pergamonaltar. In diesem Beitrag zeige ich dir alle wichtigen Informationen für deinen Besuch der Museumsinsel Berlin und verrate dir, ob sich das Kombiticket für alle fünf Museen wirklich lohnt.
Wie lange sollte man für die Berliner Museumsinsel einplanen?
Die Zeit, die du für die Museumsinsel einplanen solltest, hängt stark davon ab, wie viele Museen du besuchen möchtest. Für ein einzelnes Museum rechne mit etwa zwei bis drei Stunden. Mit dem Kombiticket für alle Museen* solltest du hingegen einen ganzen Tag einplanen – am besten von der Öffnung bis zum Schluss.
Wir haben mit dem Museumsticket alle fünf inkludierten Museen besucht und waren tatsächlich den gesamten Tag dort. Selbst dann konnten wir uns nicht alles im Detail anschauen, sondern haben uns oft auf die Highlights konzentriert. Daher mein Tipp: Starte mit den für dich interessantesten Museen, damit dir am Ende nicht die Zeit für deine Favoriten fehlt. Alternativ kannst du dich auch auf nur 3-4 Museen beschränken und dir mehr Zeit für die einzelnen Ausstellungen nehmen.
Beachte auch die Öffnungszeiten: Manche Museen schließen bereits um 17 Uhr, andere haben bis 18 Uhr geöffnet.
Persönlicher Tipp: Am Eingang jedes Museums erhältst du einen DIN-A4-Zettel mit einer kurzen Information über das Museum sowie einer Übersicht der Highlights. Das hilft dir, deinen Besuch besser zu planen und nichts Spannendes zu verpassen.
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Berlin Museumsinsel: Lohnt sich das Kombiticket?
Der Eintritt zur Museumsinsel erfolgt entweder einzeln pro Museum oder über ein Kombiticket für alle fünf Museen. Die Rechnung ist einfach: Sobald du mehr als zwei Museen besuchen möchtest, lohnt sich das Kombiticket bereits finanziell. Für alle, die Lust auf einen ausgedehnten Museumstag haben, ist es die beste Wahl.
Aktuelle Eintrittspreise für die Museen der Museumsinsel:
- Altes Museum: 14 € Erwachsene
- Alte Nationalgalerie: 16 € Erwachsene
- Bode-Museum: 14 € Erwachsene
- Neues Museum: 14 € Erwachsene
- Pergamon.Das Panorama: 12 € Erwachsene
- Kombiticket für alle fünf Museen: 24 €
Das Kombiticket kannst du online über GetYourGuide buchen. Bei allen fünf teilnehmenden Museen lässt du am Eingang einfach dein Online-Ticket scannen – so ersparst du dir das Warten an der Kasse. Für besonders beliebte Sonderausstellungen kann es sein, dass du vorab ein Zeitfensterticket buchen musst. Informiere dich bei Bedarf am besten vorab auf der offiziellen Webseite der Museumsinsel.
Highlights der Museumsinsel Berlin im Detail
Zur Museumsinsel gehören die fünf Museen Alte Museum, Neue Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum, Pergamonmuseum sowie das 2019 eröffnete Besucherzetrum und zukünftige zentrale Eingangsgebäude James-Simon-Galerie. Alle diese Museen lassen sich mit dem Museumsinsel-Kombiticket besichtigen.
Die historischen Gebäude aller Museen wurden zwischen 1830 und 1930 eröffnet. Nach der Wiedervereinigung wurde schnell klar, dass die Häuser dringend saniert werden müssen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat deshalb den Masterplan Museumsinsel entwickelt, um die Insel zu einem modernen Museumskomplex umzubauen. Aktuell wird das Pergamonmuseum saniert, wobei Teile der Ausstellung im temporären Ausstellungshaus „Pergamonmuseum. Das Panorama“ zu sehen sind.
Geografisch gesehen umfasst die Museumsinsel übrigens noch mehr als diese fünf Museen. Im nördlichen Teil der Spreeinsel findest du zusätzlich noch den Berliner Dom sowie das Humboldt Forum. Und wenn du Lust hast, die Museumsinsel auch vom Wasser aus zu bestaunen, lohnt sich eine Bootsfahrt ab dem Anleger beim Nikolaiviertel* – nur wenige Minuten von der Museumsinsel entfernt.

1. James-Simon-Galerie
Die James-Simon-Galerie ist das 2019 eröffnete Eingangsgebäude und Besucherzentrum für die fünf Museen der Museumsinsel. In der Galerie befinden sich unter anderem ein Ticketschalter, eine Information, ein Café, ein Museumsshop sowie ein Raum für Sonderausstellungen. Von hier aus gelangst du aktuell direkt zum Pergamonmuseum, das aktuell aber wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, und zum Neuen Museum. Langfristig soll die unterirdische Archäologische Promenade die gesamte Museumsinsel miteinander verbinden.
Zur Webseite und der Übersicht der Sonderausstellungen.
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2. Das Alte Museum
Das Alte Museum gilt als Wiege der Museumsinsel und ist eines der ältesten Museen Berlins. Es beherbergt Sammlungen antiker Kunst aus Griechenland, Rom und Etrurien. Das Gebäude selbst zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Klassizismus in Deutschland. Die breite Vorhalle mit ihren 18 ionischen Säulen orientiert sich an griechischer Tempelarchitektur. Hinter der Säulenhalle öffnet sich nach dem Eintritt ein zentraler Kuppelraum, der von antiken Götterstatuen gesäumt wird. Als architektonisches Vorbild für diese beeindruckende Rotunde diente das Pantheon in Rom.
Zu den Highlights im Alten Museum gehören:
- Die Porträtbüsten von Caesar und Kleopatra
- Die Statue der „Berliner Göttin“
- Die kunstvoll bemalte Schale des Töpfers Sosias
- Eine umfangreiche Sammlung an Fundstücken aus den Ausgrabungen in Milet, Priene und Didyma – antike Stätten, die ich bereits bei einem Ausflug von Kuşadası aus besichtigen konnte.
Zur Webseite des Alten Museums.
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr; Sa und So 10-18 Uhr (montags geschlossen)

3. Die Alte Nationalgalerie
Die Alte Nationalgalerie beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher und europäischer Kunst des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind Werke der Romantik, des Klassizismus, des Impressionismus und der Berliner Secession. Das imposante Gebäude selbst erinnert mit seiner Treppenanlage und den Säulen an einen antiken Tempel und thront erhaben über der Museumsinsel.
Zu den Highlights in der Alten Nationalgalerie zählen:
- Eine große Sammlung an Kunstwerken von Adolph Menzel
- Ein ganzer Ausstellungsraum voller Gemälde von Caspar David Friedrich
- Zahlreiche Werke aus dem französischen Impressionismus, darunter Claude Monet und August Renoir
Zur Webseite der Alten Nationalgalerie.
Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr (montags geschlossen)

4. Das Bode Museum
Das Bode-Museum liegt malerisch auf der nordöstlichen Spitze der Museumsinsel. Der Architekt Ernst Eberhard von Ihne setzte das Gebäude direkt an das Spreeufer, sodass es wie aus dem Wasser aufzusteigen scheint. Es wurde 1904 eröffnet und war eines der ersten Museen, in denen Malerei und Skulpturen erstmals gleichrangig nebeneinander präsentiert wurden – ein revolutionäres Konzept für die damalige Zeit. Benannt wurde das Museum nach seinem Direktor Wilhelm von Bode, der maßgeblich für das Konzept verantwortlich war. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und von 1948 bis 1986 wiederhergestellt.
Im Museum findest du eine Skulpturensammlung, ein Museum für Byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett – eine der bedeutendsten numismatischen Sammlungen der Welt.
Zu den Highlights im Bode-Museum zählen:
- Ein Goldmedaillon mit einem Porträt Alexanders des Großen
- Das marmorne Flachrelief „Pazzi-Madonna“ von Donatello
- Ein prächtiges Mosaik aus der Kirche San Michele in Africisco zu Ravenna
Zur Webseite des Bode-Museums.
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr; Sa und So 10-18 Uhr (montags geschlossen)

5. Das Neue Museum
Wie viele der anderen Museen auf der Museumsinsel wurde auch das Neue Museum im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Von 2003 bis 2009 wurde es nach Plänen des renommierten britischen Architekten David Chipperfield behutsam restauriert – unter Beachtung des Denkmalschutzes. Das Neue Museum erreichst du bereits unterirdisch über die James-Simon-Galerie.
Neben dem Ägyptischen Museum mit einer umfangreichen Papyrussammlung findest du im Neuen Museum auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Exponaten von der Steinzeit bis zum Mittelalter.
Zu den Highlights des Neuen Museums zählen:
- Die weltberühmte Büste der Nofretete
- Der „Berliner Goldhut“ aus der Bronzezeit
Zur Webseite des Neuen Museums.
Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr (montags geschlossen)

6. Das Pergamonmuseum & Pergamonmuseum. Das Panorama
Das Pergamonmuseum zählt zu den bekanntesten Häusern auf der Museumsinsel und vereint gleich drei Sammlungen unter einem Dach: die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Berühmt wurde es vor allem durch die rekonstruierten Bauwerke aus der Antike – darunter der Pergamonaltar, das Markttor von Milet, das Ischtar-Tor mit der Prozessionsstraße aus Babylon oder die prachtvolle Mschatta-Fassade. Kein Wunder also, dass es sich zum Publikumsmagnet entwickelt hat.
Seit 2013 wird das Museum im Zuge des Masterplans Museumsinsel grundlegend saniert und modernisiert. Ab voraussichtlich 2027 sollen erste Bereiche wieder zugänglich sein. Während dieser Sanierungszeit wurde gegenüber vom Bode-Museum ein temporäres Ausstellungshaus eröffnet: das Pergamonmuseum. Das Panorama. Dort werden Highlights der Sammlung aus Pergamon und ein beeindruckendes 360°-Panorama des Pergamonaltars von Yadegar Asisi gezeigt, das dich in die antike Stadt versetzt.
Zur Webseite des Pergamonmuseum. Das Panorama.
Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr (montags geschlossen)

Fazit: Lohnt sich ein Besuch auf der Museumsinsel Berlin?
Wenn du gerne durch Museen schlenderst, lohnt sich für dich ein Besuch auf der Museumsinsel auf jeden Fall. Die Kombination aus architektonisch beeindruckenden Gebäuden, antiken Schätzen und bedeutenden Kunstwerken macht die Museumsinsel zu einer besonderen Sehenswürdigkeit in Berlin. Für den Besuch von mehreren Museen empfiehlt sich das Kombiticket. Es gilt einen Tag lang für alle Häuser und ist damit eine praktische und günstige Option.
Je nachdem, wofür du dich besonders interessierst, solltest du darauf deinen Fokus setzen, da du an einem Tag nicht jedes Museum im Detail erkunden kannst. Wenn du dich besonders für Malerei interessiert, solltest du mehr Zeit in der Alten Nationalgalerie einplanen. Fans antiker Schätze kommen im Alten Museum, Neuen Museum und Pergamonmuseum. Das Panorama voll auf ihre Kosten.
Zu meinen persönlichen Favoriten zählte das „Pergamonmuseum. Das Panorama“. Die Inszenierung rund um den Pergamonaltar ist spannend aufbereitet und macht die antike Stadt wirklich erlebbar. Sehr gefallen hat mir außerdem die Alte Nationalgalerie mit ihren Werken von Claude Monet und Édouard Manet.
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